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Der "Hekdeschmann", wie der Hekdeschverwalter genannt wurde, leitete das Hospital für die Kranken. Das Asyl war Teil der verschiedenen Hospitalgebäude, die die Jüdische Gemeinde unterhielt. In einer Quelle aus dem Jahr 1473 wird es als das Asyl bezeichnet für die "Lahmen, Blinden und grossen Hungerleider", wie die
16 Insassen genannt wurden.
Der Verwalter dieses Asyls war ein Gemeindeangestellter und unterstand dem Gemeindevorstand, den Baumeistern.
Der Hekdeschverwalter wohnte mit seiner Familie auch im Asyl. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war die Leitung dieses Heimes einem Schneider anvertraut. Es ist anzunehmen, daß dieses Amt kein besonders ehrenvolles war.
Als sich später die Zahl der Insassen des Heimes erhöhte, gab es auch unter den Bediensteten eine Rangordnung. Der Hekdeschmann leitete das Heim und wurde hierbei von den Krankenwärtern unterstützt.
Die Einrichtung solcher Heime war Teil der Wohlfahrt. Diese gehört als religiö-ses Gebot zu den wichtigsten Aufgaben einer Jüdischen Gemeinde und wurde stets sehr sorgfältig durchgeführt.
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