|
Frontbreite ca. 3,40 Meter
Das Haus Amsel entstand 1585, als das ältere Nachbarhaus zum Hasen umgebaut wurde. Der Hase war später nur noch ein Anhängsel des Hauses Amsel und dann vermutlich sogar das kleinste Haus in der Judengasse. Der erste Bewohner des Hauses Amsel war Mosche zur Amsel, gestorben um 1606.
Von seinen Nachkommen erhielten sich Nachrichten, weil sie strafrechtlich
aktenkundig geworden sind.
Von Mosches Sohn Isaak heißt es, er sei seinen Gläubigern durchgegangen, von seinem anderen Sohn, Schlomm, daß er 1619 wegen Hehlerei verhaftet, gefoltert und ausgewiesen wurde. - Seit Mitte des 18. Jahrh. waren Angehörige der Familie Kann, eine der ältesten, reichsten und mächtigsten Familien der Gasse, in dem Haus ansässig. Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Amsel dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.
|
|